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Seit seiner Gründung bemüht sich der IBMV um eine sachliche Berichterstattung über das oft emotional behandelte Thema "Motorboote". In seiner Pressestelle werden professionell getextete Beiträge regelmäßig an die Redaktionen der gesamten Tagespresse rund um den See verschickt.
Das Verbandsblatt "IBMV-Inside" behandelt sachlich fundiert spezielle Themen rund um das Motorboot auf dem Bodensee und stellt damit eine wichtige Informationsbörse für Bootsfahrer, Öffentlichkeit und Politik dar.
IBMV-Inside erscheint drei Mal pro Jahr. Hier finden SIe die letzten Ausgaben im PDF-Format. Lesen sie die neueste Ausgabe von IBMV-Inside, wählen sie:
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Kurz und bündig
- Bodensee-Computermodell: Bei Schiffsunfällen oder Umweltkatastrophen und selbst bei der Menschensuche oder den Fischern und Freizeitkapitänen soll künftig die elektronische Datenbank "BodenseeOnline" weiterhelfen. 18 Institutionen haben an dem virtuellen See gearbeitet und ihre Messungen zur Verfügung gestellt. Informationen über Fliessgeschwindigkeiten, Strömungen, Windmessungen oder Wasser- und Lufttemperaturen wurden seit 2005 zusammengetragen. Die Experten der Universtitäten Konstanz und Stuttgart sowie des Seenforschungsinstitutes in Langenargen entwickelten so ein Computermodell. Im Mai 2007 wurden dafür auch Messungen an 50 Stellen im See vorgenommen. Jetzt ist die 2,5 Millionen Euro teure Datenbank fur Forscher, Wasserversorger oder die Wasserschutzpolizeien rund um den See abrufbar. Auch Privatleute können sich dort unter www.bodenseeonline.de einloggen. "Bei einem Bootsunfall ist bisher völlig unklar, wohin ein über Bord gegangener Mensch abdriftet", sagte Wolfgang Holzinger von der Wasserschutzpolizei Überlingen bei der Vorstellung der Datensammlung. Bisher verlasse man sich in solchen Fällen hauptsachlich auf Erfahrungswerte von Anwohnern oder Fischern. Künftig kann auch die Wapo ein untergegangenes Boot mit der Stromungsberechnung leichter orten oder die drohende Ausbreitung von Schadstoffen genauer bestimmen. Die Wissenschaftler wollen damit die Folgen des Klimawandels oder den Nährstoffgehalt für die Fische besser abschätzen können. Kontinuierlich wird das System jetzt mit Daten gefüllt und soll bis 2010 perfekt sein.
- Floss kracht an Wiffe: Trotz der alljährlichen Warnungen der Wasserschutz- und Seepolizei kracht es auf dem Hochrhein zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen immer wieder. Kürzlich ist auf der Höhe von Rheinklingen ein Floss mit einer Wiffe kollidiert. Die achtköpfige Besatzung habe sich unverletzt ans Ufer retten konnen, berichtete die Thurgauer Seepolizei. Die Besatzung habe das Floss selbst gebaut und eine Genehmigung fur die Fahrt auf dem Hochrhein gehabt. Warum es zur Kollision gekommen ist, bleibt ungeklärt. Das Wrack wurde von der Kantonspolizei Thurgau und der Schaffhauser Polizei geborgen.
- Kodex fur die Rhein-Benutzung: Einen Rhein-Kodex haben jetzt die Mitglieder des 2002 gegründeten Vereins "Viva Eglisau" herausgegeben:
- Am schönsten ist es, wenn der Rhein so bleibt wie er ist, mit Pflanzen und Tieren.
- Warum nicht langsam fahren, wenn sonst alles so schnell sein muss?
- Auch Schwimmer haben eine Verantwortung - auch für sich selber.
- Vom treibenden Boot aus geniesst sich der Rhein am besten, die Fahrrinne halten wir für die Passagierschiffe frei, sie können schlecht ausweichen.
- Jeder Wellenschlag erodiert die Flussufer und kann Erdrutsche verursachen.
- Sportruderboote und Fischer werden bei ihrem Hobby durch Wellen gestört. Möglichst weiträumig und langsam umfahren. Durch Zuruf können wir Sportruderboote vor einem Kollisions-Kurs warnen.
- Der Rhein ist auch Ruhe- und Brutplatz für Wasservögel. Wir bleiben auf Distanz und ausserhalb der Schilfzonen.
- Wenn wir unsere Abfälle nicht mitnehmen, bleiben sie liegen.
Der 2002 gegründete und derzeit 136 Mitglieder zählende Verein schreibt auf seiner Internetseite "http://www.vivaeglisau.ch", dass er ein "Verein zum Mitmachen" sei, der sich um die Erhaltung und Entwicklung der Lebensqualität in Eglisau bemühe. Neben der Entwicklung der Gemeinde sorgen sich die Mitglieder um die "einzigartige Rheinlandschaft um Eglisau". In dem Ort gibt es auch die Sektion Eglisau des Boots-Club Schaffhausen.
- Feuchtliegeplatz an Land: Ein Winterthurer Unternehmer will das Feldbachareal im thurgauischen Steckborn überbauen. Mit dem Projekt Nautilus soll auch ein von exklusiven Häusern umsäumter Hafen mit 37 Bootsliegeplätzen entstehen. Dies sei ein durch einen Kanal mit dem See verbundener "Feuchtliegeplatz auf privatem Grund" heist es. Dass der neu entstehende Hafen so nicht zwingend in die Zuständigkeit des Kantons fällt, ist bereits deutlich geworden. Offen ist aber die Nutzung des Seewassers, die der Kanton vergeben muss. Der Kanton Thurgau vergeben muss. Der Kanton Thurgau genehmigt grundsätzlich keine neuen Liegeplatze am See.
- Viele geheimnisvolle Namen: Der Untersee zwischen der Konstanzer Rheinbrücke, Gottlieben, der Insel Reichenau, Radolfzell, der Höri, Steckborn und Öhningen hat viele Teile. Und viele Namen, wie es kürzlich in einem Bericht der Thurgauer Zeitung hiess: Er setzt sich zusammen aus Seerhein, Rheinsee, Gnadensee und Zellersee. In dem Beitrag berichtete der Thurgauer Fischerei-Aufseher Kurt Egloff von den beiden Schläuchen, den dem Wollmatinger Ried vor gelagerten länglichen Inseln. Der Rheinsee endet beim Eschenzer Horn und bei Stiegen. Als touristische Grenze werde aber gerne Stein am Rhein als Ende des Untersees genannt. Im Zellersee, kurz vor der Halbinsel Mettnau, gibt es auch die Liebesinsel. Schon so manches Liebespärchen hatte das von Schilf umgebene Eiland angesteuert. Und warum liegt zwischen Allensbach und Reichenau der Gnadensee? Auf der Insel wurden im Mittelalter Todesurteile gefällt, aber nicht vollstreckt. Ein Boot hat den Delinquenten über den See zum Galgenacker bei Allensbach gebracht. Läuteten beim Übersetzen die Glocken der Reichenau, wurde der Verurteilte begnadigt.
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