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Unfallverhütung durch Bojen? Die im Hochrhein zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen stehenden Holzpfeiler mit Fahrwasserzeichen, die so genannten Wiffen, sollen durch Bojen ersetzt werden. Diesen Vorschlag macht die Internationale Schifffahrtskommission für den Bodensee (ISKB). In der Testphase werden Versuchsbojen ausgelegt. Doch diese werden bereits abgelehnt. Die Schifffahrtskommission hat beschlossen, als Alternative zu den Wiffen auf dem Hochrhein, im Bereich Schupfen, eine Bojenmarkierung zu testen. Mit solchen Bojen sollen Unfälle vermieden werden. Denn der Wasserdruck des Flusses ist teilweise so hoch, dass ein Weidling ohne Verzögerung zweigeteilt wird, ist er erstmal auf eine Wiffe gedonnert. Auch die See- und Wasserschutzpolizeien werden Jahr für Jahr nicht müde, angesichts zahlreicher Rettungsaktionen, auf die extreme Fließgeschwindigkeit des Rheins hinzuweisen. Anstelle von Wiffen erhöhen die Bojen ganz klar die Sicherheit für Fährschiffe, Weidlinge und einzelne Gummiboote, erklärte die Stadtgemeinde Diessenhofen in ihrer Stellungnahme zur neuen Art der Markierung. Das Gefahrenpotenzial für zusammengebundene Gummiboote sowie Schwimmer bleibe bestehen oder erhöhe sich sogar, da der Respekt vor Bojen mit Bestimmtheit kleiner sei als vor den bestehenden Wiffen. Zudem: Die Lage der Bojen ändere sich mit den unterschiedlichen Wasserständen. So könne es auch möglich sein, dass die grüne und weiße Seite des Schifffahrtszeichens umgekehrt im Rhein zu liegen kommt. Vom Landschaftsbild her würden die Bojen, auch in einer der Umgebung angemessenen Farbe, einen größeren Fremdkörper bilden als die bestehenden Wiffen. Zudem sei der Unterhalt der Bojen, etwa durch das regelmäßige Entfernen von Wasserpflanzen, mit einem größeren Aufwand verbunden als derjenige der Wiffen. Insgesamt nehme deshalb der Stadtrat Diessenhofen gegenüber den Bojen eine ablehnende Haltung ein. Ähnliche Kritik üben auch die Praktiker. So schreibt Kurt A. Bürki, Präsident des Boots-Club Schaffhausen (BCSH), dass die Bojen eine echte Gefahr darstellen. Im Gegenlicht und bei leichtem Dunst habe man keine Chance, sie zu sehen. Im Gegensatz zu den Wiffen höre man sie auch nicht. Hinzu komme, dass im Sommer am Ufer des Hochrheins häufig gegrillt werde und sich der Rauch als bis zu 40 Zentimeter dicke Schicht auf den Rhein lege. Damit würden die Bojen regelrecht zugedeckt, berichtet Bürki. Da sei es fraglich, ob derjenige, der die Idee hatte, jemals auf dem Hochrhein unterwegs war.
Boje statt Wiffe im Hochrhein: Die von der ISKB ausgesetzte Versuchsboje auf der Höhe des Gasthofes Schupfen überzeugt weder die Vertreter der zuständigen Gemeinde Diessenhofen noch die Praktiker an Bord der Schiffe.
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