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Mietboote werden zusehends zum Problem Bis auf wenige verhalten sich die Bötler beim Auftauchen des Seedienstes einsichtig. Dies ist die beste Prävention gegenüber allen Gegnern des motorisierten Wassersports", sagte IBMV-Seedienstleiter Ernst Kojalek bei der Vorstellung seines Jahresberichtes 2004 auf Schloss Laufen. Zu nahe am Ufer, Parallelfahrten unter Land, zu hohe Ufer- und Hafeneinfahrts-Geschwindigkeiten oder Ankern in gesperrten Flächen seien die generellen, in den Seedienst-Rapporten festgehaltenen Verstöße. Dabei muss Kojalek die Sportskameraden, die Segler, absolut in den Bericht aufnehmen. Zu den Problemkindern zählt er die Mietboote, also Elektro- und Tretboote. "Deren meist unerfahrene Benützer bewegen sich in allen Häfen und offenen Seebereichen unbehelligt, ohne Bootsführerschein, ohne Kenntnisse der BSO und gefährden somit sich, die Passagierschifffahrt und andere Wassersportler", klagte er. Schon öfters hätten Rettungsorganisationen die Besatzung eines solchen Tretbootes aus dem See fischen müssen, weil diese unwissend der Gefahren, den sonnigen Tag auf dem Wasser haben genießen wollen und dabei den See als Spielplatz verwechselt hätten. Kojalek fordert hier eine Aufklärung von den Bootsvermietern fast als lebensnotwendig und wünschenswert. Die Problembereiche des Seedienstes haben sich aber nicht geändert: Der Konstanzer Trichter, der Seerhein bei Ermatingen, die Fussacher Bucht sowie Ufer- und Naturschutzzonen gehören zu den kritischen Stellen, wo immer wieder Fehlverhalten festgestellt werde. Doch Kojalek mahnt: "Jedes Fehlverhalten auf dem Wasser wirkt sich optisch und psychologisch viel stärker aus, als in anderen Verkehrsbereichen." Doch mehr als 95 Prozent aller Wassersportler verhalten sich korrekt und verstoßen nicht gegen die BSO. Einer der besonderen, vom Seedienst des Segel- und Motoryacht-Club Höri beobachteten Vorfälle: "Vom Landesteg Wangen legt ein Passagierschiff der Untersee- und Rhein-Flotte ab. Zu diesem Zeitpunkt segelt ein Skipper langsam an der Lände von Wangen vorbei und kümmert sich nicht um das Kursschiff. Dessen Kapitän hupt aber nicht, sondern umfährt das Segelboot heckseitig, muss dabei kurzfristig aber seinen Kurs ändern. Die rechtlichen Konsequenzen blieben dem Segler erspart." Ganz eindeutig: "Hochachtung vor diesem Kapitän der Berufsschifffahrt!"
Die Statistik besagt, dass vom 15. Mai bis 5. September von den 30 IBMV-Mitglied-Clubs 15 ihren Seedienst-Jahresbericht eingereicht haben. Von den restlichen Clubs liegen keine Unterlagen vor. Insgesamt wurden 374 Einsätze gefahren. Daran waren 802 Personen beteiligt. Der Zeitaufwand betrug 4.896 Stunden. Bei zwei Einsätzen wurde Rettungshilfe geleistet, 17 Mal mussten Boote abgeschleppt werden, drei Mal wurden Treibholz und Seegras beseitigt. 93 Mal begleiteten Seedienstler Regatten. Der Seedienst 2005 wird vom 14. Mai bis 4. September gefahren.
Bootsausrüstung verbessern Nicht nur die Kontrollen der Wasserschutzpolizeien zeigen, dass die Ausrüstungen auf den Schiffen teils gravierende Mängel aufweisen. Auch wurde festgestellt, dass Bootsführer teils stark alkoholisiert ihr Fahrzeug lenken oder nachts zu schnell unterwegs sind. Beispiel: Im Sommer 2004 donnerte ein Boot mit zu vielen Passagieren an Bord auf den Rheindamm. Einige Verletzte waren dabei zu beklagen. Damit die Hilfe sofort erfolgen kann, sollen auch Seedienstboote entsprechend ausgerüstet sein. Darunter: diverses Werkzeug, geprüftes und einwandfreies Rettungsgerät, einen Fotoapparat für etwaige Dokumentationen eines Vorfalls und ein Handy. |
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