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Seeufer rückt ins Blickfeld |
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Die Seenforscher belegen es immer wieder, dass der Bodensee in den letzten beiden Jahrzehnten sauberer geworden ist. Damit ist jedoch der Blick für eine Vielzahl von anderen Problemen, die dem Trinkwasserspeicher und Wassersportrevier zusetzen, frei geworden. Nach Meinung der Naturschützer und Wissenschaftler werde vor allem die Uferzone als besonders empfindlicher Lebensraum von der See- und der Landseite her schwer bedrängt. Vor diesem Hintergrund laden die Konstanzer Limnologen und die Hohenheimer Landschaftsökologen vom 19. bis 21. Juni zur internationalen Tagung mit dem Titel "Seeufer 2003" in die Universität Konstanz ein. Diskutiert werden sollen auf dieser Tagung laut einer Mitteilung der Universität Konstanz vorwiegend angewandte Fragen der Seeuferökologie, der ökologischen und der sozioökonomischen Bewertung sowie der nachhaltigen Entwicklung von Seeufern. Die Veranstaltung richte sich an einen breiten Personenkreis aus den Fachgebieten der Limnologie und Ökologie, von Wasserwirtschaft, Naturschutz, Raumplanung und Tourismus-Forschung an Universitäten, staatlichen und privaten Forschungsinstitutionen sowie in Fachbehörden, Verbänden und Interessengruppen, zu denen auch der IBMV zählt. Acht Fachleute aus England, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland sind für die Eröffnungsvorträge als Gastreferenten geladen. In vier Symposien sollen die Ergebnisse der Tagung vertieft und später in einem Fachorgan publiziert werden. In einer öffentlichen Abendveranstaltung informiert Dr. Heinz-Gerd Schröder von der Unteren Wasserbehörde des Landkreises Ravensburg über den Gewässerschutz am Bodensee. Für den interessierten Personenkreis stehen unter "www.uni-konstanz.de/seeufer2003" weitere Informationen zur Verfügung. Hier ist auch die Anmeldung zur Tagung möglich. Nach Angaben der Uni-Konstanz liegen an den Ufern des Dreiländersees zwar insgesamt 29 Naturschutzgebiete mit einer Gesamtfläche von 5363 Hektar, aber auch 179 Hafen- und 125 Steganlagen sowie 45 Bojenfeldern. Die Besitzer von rund 56.900 registrierten Wasserfahrzeugen greifen auf diese Infrastruktur zurück. Viel sei in den beiden vergangenen Jahrzehnten getan worden, um die Seeufer vor Verbauung und Übernutzung zu schützen oder naturnahe Uferstrecken wiederherzustellen, so dass der Bodensee in diesem Punkt heute besser dastehe als viele andere vergleichbare Seen. Grundlage seien bereits 1982 die Bodensee-Uferpläne in Baden-Württemberg und Bayern sowie die Richtlinien für Reinhaltung des Bodensees der Internationalen Gewässerschutzkommission für den Bodensee (IGKB) von 1987 gewesen. |
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