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"Ordnung in Freiheit" - dafür
wollen die Seedienstfahrer stehen. Und das tun sie bereits seit
25 Jahren erfolgreich. Der Seedienst ist rund um den See bekannt
- weniger aber seine Entstehungsgeschichte. Wo zum Beispiel erlebte
er seine Geburtsstunde?
Es begann alles in den Köpfen von Heini Leuzinger und Alfred
Glinz vom Schweizerischen Bodensee-Motorboot-Club. Im Jahr 1973
hatten sie beschlossen, probeweise für eine Wassersportsaison
einen sogenannten "Seedienst" ins Leben zu rufen. Der
Erfolg dieses Versuches überzeugte den IBMV, so dass dieser
einen Seedienst auf Verbandsebene durchzuführen plante.
Doch welcher Gedanke steckte dahinter? Wohl kaum jener, dass
es den Motorbootfahrern besonders beliebte, sich als Hilfssheriffs
auf dem See aufzuspielen. Nein, man wollte bewusst etwas gegen
das Negativ-Image der motorisierten Sportschifffahrt am Bodensee
unternehmen. Schon in den späten 60er Jahren waren vermehrt
Stimmen laut geworden, die von einer "Motorbootseuche"
am See sprachen. Durch das vorschriftswidrige Verhalten einzelner
Motorbootfahrer geriet der Sport häufig in die negativen
Schlagzeilen.
Der IBMV-Seedienst (Gründung 1974) wirkte dieser Entwicklung
entgegen, indem er gemäss dem Grundsatz "Ordnung in
Freiheit" auf dem gesamten Seegebiet und dem Rhein bis Schaffhausen
durch sportliches, kollegiales Ansprechen versuchte, auf Fehlverhalten
hinzuweisen, um dadurch mehr und mehr den Gegnern "den Wind
aus den Segeln" zu nehmen.
Und so wurden seit Bestehen des Seedienstes in etwa 12.000 Einsätzen
110.000 Dienststunden geleistet. Dabei wurden über 5.000
Hilfeleistungen erbracht, etwa 500 Mal konnten Menschen aus akuter
Seenot gerettet werden. Ausserdem konnten zahlreiche Wassersportler
bei Verstössen gegen die BSO aufgeklärt werden. Damit
nicht genug: Etwa 1.000 Gewässerschutzaktionen führte
der IBMV-Seedienst ebenso durch wie eine Bootszählung im
Jahre 1980. Weiterhin fühlte man sich der Umwelt verpflichtet
und unterrichtete sämtliche Mitglieder stets über vorbildliches
Umweltverhalten. Das macht sich bemerkbar: Vier IBMV-Mitgliedsvereine
bekamen 1999 die Blaue Europa-Flagge verliehen.
"Ordnung in Freiheit", dafür standen Motorbootfahrer
25 Jahre lang erfolgreich. Und dafür wollen sie auch in
Zukunft stehen. Da sind sich alle einig.
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