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vom IBMV, Internationaler Bodensee-Motorboot-Verband,
Deutschland, Schweiz, Österreich

Mai 1999

 

Emil Hitz wird 80

Neptun feiert Geburtstag

Wer den Emil nicht kennt - und das sind nur wenige - hat was verpaßt. Getreu seinem ungebremsten Tatendrang hat er den Übertritt ins biblische Alter von 80 Jahren nicht etwa im Lehnstuhl genossen, sondern als lebhafter Mittelpunkt zahlreicher Festivitäten.

Begonnen hat das nautische Wirken des Romanshorners Emil Hitz bei der Schweizerischen Lebens-Rettungsgesellschaft (SLRG), später war er Gründer und langjähriger Präsident des Wasserskiclubs Romanshorn. Schließlich wurde er vom Komitee "Bodenseeski" zum Präsidenten ernannt und war lange Jahre Schatzmeister des IBMV. Doch auf den Lorbeeren seiner Ehrenzeichen ruht sich der nun Achtzigjährige nicht aus, nein er nutzt jede Gelegenheit, aus kleinen Begebenheiten eine Schau zu machen. Legendär sind die Bootstaufen mit "Neptun" Emil Hitz, wobei die Skipper jeweils recht unsanfte Torturen über sich ergehen lassen mußten.

Sein Wirkungskreis beschränkte sich jedoch nicht auf das Südufer des Bodensees. In Friedrichshafen hat Emil regelmäßig Wasserski-Schauen anläßlich des Seehasenfestes organisiert.

Mit seiner Kontaktfreudigkeit und Spontanität hat Emil Hitz viel dazu beigetragen, auch Außenstehenden Interesse am Wassersport zu vermitteln, beispielsweise durch attraktive Wasserski-Schauen. Hierbei war Emil Drehbuchautor, Produzent und Regisseur in einer Person, mit Folgen, die manchmal von Tochter und Schwiegersohn ausgebügelt werden mußten. Ein Festredner formulierte es so: "Emil Hitz ist einer, der ins Bassin springt, ohne vorher nachzusehen, ob auch tatsächlich Wasser drin ist."

Emil, wir danken Dir - mach weiter so, und genieße das Leben!

     
  Antifoulings
Plattenversuche am Bodensee

Ohne Unterwasseranstrich geht es nicht. Die Bodensee-Schiffahrts-Ordnung (BSO) schreibt aber vor, daß "Außenanstriche von Fahrzeugen und schwimmenden Anlagen so beschaffen sein müssen, daß sie das Gewässer nicht nachhaltig verändern können".

Jüngste Plattenversuche am Fließhorn haben gezeigt: Ohne eine Reinigung in kurzen Abständen kann ein Boot ohne Antifouling nicht bewuchsfrei gehalten werden, und es kommt zu Schäden am Unterwasserschiff. Da derzeit keine in vertretbarem Kostenrahmen arbeitenden Reinigungsanlagen für Unterwasserschiffe erhältlich sind, kann auf Antifoulings nicht verzichtet werden.

Die Bodensee-Eignung der zur Zeit auf dem Markt befindlichen Unterwasseranstriche ist allerdings noch nicht gleichermaßen ausgetestet. Biozidfreie Anstriche bedürfen in der Regel alle einer Zwischenreinigung innerhalb der Saison, da sonst der Bewuchsschutz nicht gesichert ist. Antihaftbeschichtungen und selbsterodierende Beschichtungen ohne Biozide können im allgemeinen nicht ganz und gar schützen. Es kommt allerdings nur zu leichtem Bewuchs, der sich nach der Saison leicht entfernen läßt. Für beide Anstriche gilt aber bislang: Oftmals ist ein kompletter Neuaufbau des Unterwasseranstriches nötig. Zudem müssen biozidfreie Anstriche für den Süßwasserbereich zum Teil noch getestet werden.

Dann gibt es kupferhaltige Antifoulingfarben (z.B. VC 17), die den meisten von uns schon seit Jahren bekannt sind, und Antifoulingfarben mit organischen Bioziden. Bei der Wahl eines geeigneten Produktes sollte eine Schadstoffminimierung angestrebt werden. Dies geht am besten, wenn man die Bewuchssituation seines Reviers kennt. Dies Unterstützt derzeit die Plattenaktion des DSV in Zusammenarbeit mit dem Institut LimnoMar in Hamburg mit ihren Zahlreichen Plattenversuchen, unter anderem in Fließhorn, Staad und in Konstanz.

Als Ergebnis der bisherigen Versuche bleibt die Empfehlung von kupferhaltigen Antifoulings. Über Antihaftbeschichtungen und selbsterodierende Beschichtungen sollen die Plattenversuche des nächsten Jahres Aufschluß geben. Vielleicht werden dann auch schon Tests über die Eignung von biozidfreien Anstrichen vorliegen.

     
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