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Es krachte ordentlich im
Gebälk bei der Delegiertenversammlung des IBMV. Und so sorgte
die Feststellung von Präsident Hans-Joachim Kurz "Wir
haben einen Dach-schaden, aber nicht im Kopf" für erleichtertes
Gelächter bei den Mitgliedern. Grund für die ungewohnte
Unruhe: kurzfristig angesetzte Reparaturarbeiten am Dach des
Tagungsortes, dem Restaurant "Schwedenschanze" in Fußach.
Doch schnell wurden wieder ernste Worte gewechselt.
Bei den drei Forderungen,
die der Verband bei der Generalversammlung im vergangenen Herbst
aufgestellt hatte, gab es teils erfreuliche Erfolge. Dem Verlangen
nach der Aussetzung der Abgasstufe 2 bis eine europaweite Regelung
in Kraft tritt, wurde insofern Genüge getan, als das starre
Festhalten an der Abgasstufe 2 eine gewisse Lockerung erfahren
hat. So bleibt die Ausnahmeregelung bestehen, daß Außenborder
bis 30 kW mindestens Stufe 1 entsprechen müssen, wenn es
keinen passenden Motor gibt, der Stufe 2 entspricht. Diese Regelung
gilt jetzt unbefristet. Gleiches gilt beim Austausch von Innenbordern.
Auch hier kann künftig, wenn es keine vernünftige Alternative
gibt, ein vergleichbarer Motor, der Stufe 1 entspricht, eingebaut
werden. Trotz des Teilerfolges, mahnte Kurz, dürfe man sich
jetzt nicht zurücklehnen und müsse dafür kämpfen,
daß es kein "Lex Bodensee" gebe.
Bei der Forderung nach
einem Sitz im Bodenseerat konnte der IBMV ebenfalls einen Erfolg
verzeichnen. Künftig bekommen IBMV und der Bodensee-Segler-Verband
(BSVb) einen Sitz im Bodenseerat über den Dachverband IWBG.
Dies bezeichnete Kurz als einen entscheidenden Schritt in die
richtige Richtung.
Zu keinem Ergebnis kam
der IBMV bislang bei der Forderung nach einer Wasserskistrecke
entlang des deutschen Seeufers, da noch nicht klar ist, an welchem
Abschnitt des Ufers die Strecke eingerichtet werden könnte.
Im Anschluß daran
lag dem Präsidenten vor allem die Verbandsarbeit nach außen,
die Öffentlichkeitsarbeit, am Herzen. Man sei, so Kurz,
im stetigen Bemühen, das Image der Motorbootfahrer ins richtige
Licht zu rücken. In diesem Zusammenhang stellte Michael
Sautter die neu erstellten Internet-Seiten des IBMV (www.ibmv.com)
vor.
Zum Thema "Wassersportplan
Baden-Württemberg" informierte der Präsident,
daß das Papier nach wie vor nicht vorliege, da es laufend
Einsprüche, Verbesserungen und Korrekturen gebe. "In
der Endauflage wird dieser Wassersportplan nichts weiter sein
als Makulatur", äußerte sich Kurz über die
Situation.
Michael Sautter stellte
schließlich die neue, aufwendig produzierte, vierfarbige
Seedienstkarte des IBMV vor. Die Karte, in ihrer Form einzigartig
am See, solle auch ein wenig "Erlebnischarakter" haben,
und die Mitglieder zusätzlich zum Seedienst motivieren.
Jeder im IBMV organisierte Motorbootfahrer erhält die Karte
gratis. Dabei stellte Hans-Joachim Kurz besonders heraus, daß
die Karte von den "Machern" des Bodensee-Tafelwassers
gesponsert werde. "Dies ist eine moralische Aufwertung unseres
Sportes, die nicht hoch genug eingeschätzt werden darf",
lobte Kurz die Zusammenarbeit.
Zum Seedienst in der Saison
1999 richtete schließlich Rolf Walker einige Worte an die
Mitglieder. Der Seedienst findet in diesem Jahr von Mitte Mai
bis Mitte September statt. Walker teilte mit, daß die Seedienstler
beachten sollten, daß heuer erstmals auch die Obere Güll
als Naturschutzgebiet für Boote gesperrt sei.
Darüber hinaus wünschte
er sich, daß der Seedienstgedanke in den Clubs wie gewohnt
aufrechterhalten werde. Schließlich sei es jedem Motorbootfahrer
zuzumuten, einmal pro Saison einen halben Tag dem Seedienst zu
opfern. Mit dem neuen Arbeitsmaterial (Seedienstkarte) dürfte
dies erst recht kein Problem sein.
Mit den Wünschen für
einen guten Saisonstart und viel Spaß am und auf dem See
schloß Präsident Hans-Joachim Kurz die Delegiertenversammlung.
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