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Informationen nicht nur für Insider vom IBMV, Internationaler Bodensee-Motorboot-Verband, Deutschland, Schweiz, Österreich |
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Erfreuliche Tendenz
Obwohl die Gesamtzahl der Schiffsunfälle im Jahr 1998 leicht von 101 auf 116 zugenommen hat, dürfen die von den See- und Wasserschutzpolizeien veröffentlichten Unfallzahlen des Jahres 1998 positiv interpretiert werden. So sank etwa der Sachschaden mit DM 324968 im Vergleich zum Vorjahr (DM 535250) massiv. Auch die Zahl der Verletzten sank von 19 auf 14. Und forder- ten Schiffsunfälle noch 1997 vier Todesopfer, so waren im Berichtsjahr 1998 keine solchen zu beklagen. Diese Rückgänge der Schadens- und Opferzahlen müssen umso positver beurteilt werden, weil 1998 wettermässig kein «einfaches» Jahr war. Ein deutliches Indiz dafür sind die Bootseinsätze im Sturmwarndienst, die 1998 massiv auf deren 628 zunahmen. Im Vorjahr 1997 waren dagegen «nur» 421 Einsätze notwendig. Erhöht, von 317 auf 344 haben sich auch sowohl die Einsätze im Seenotfall als auch die Zahl der geretteten Personen von 345 auf 415. Die Zahl der geborgenen Boote stieg von 177 im Vorjahr auf 215. Von den geretteten Personen stammen deren 213 von Segel- und 180 von Motorbooten. Bei der Statistik der geborgenen Wasserfahr- zeuge überwiegen naturgemäss die Segelboote mit 109 gegenüber den Motorbooten mit 73 Bergungen. Betrachtet man die Rubrik der Unfallursachen, so fällt auf, dass «Mangelnde Sorg- falt» bei den Motorbootfahrern ebenso oft für Unfälle verantwortlich war wie bei den Seglern. Dagegen wurden Motorboote (7 Meldungen) bedeutend weniger von Sturm und Seegang über- rascht als Segelboote (28 Meldungen). Wie die Statistik weiter deutlich aufzeigt, geschahen die meisten Motoboot-Unfälle in Uferzonen und Häfen. Von 36 betroffenen Motorbooten verunfallten nicht weniger als deren 30 in diesen beiden Bereichen. Auf dem offenen See, dem Alten Rhein und dem Hochrhein kamen dagegen nur gerade deren sechs Boote in Schwierigkeiten. |
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| Teerablagerungen im See bei Horn: | ||
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Entsorgung nötig ?
Berufsfischer, die hier ihre Netze setzen, wissen es schon seit Jahrzehnten: Im seichten Delta der Goldach bei Horn liegen Teerabfälle auf dem Seegrund. Verantwortlich für diese Altlast ist die Stadt St.Gallen. Diese betrieb im «Rietli» zwischen 1910 bis 1960 ein Gaswerk. Bei dieser Gasproduktion fielen teerhaltige Abfälle an, die im See entsorgt wurden. Eine erste Analyse des verunreinigten Seegrundes fand bereits 1974 statt, in der Folge wurden die Ablagerungen abgesaugt. Ueber 20 Jahre lang war es danach still um die Altlast im «Rietli». Erst als in jüng- ster Vergangenheit in zunehmenden Masse wieder Luftblasen beobachtet werden konnten, die vom Seegrund an die Wasseroberfläche traten und dort einen Oelfilm hinterliessen, wurde man sich der Altlast wieder bewusst. Zudem wurden im Delta der Goldach bei bestimmten Witterungslagen eindeutige Teergerüche wahrgenommen. Die Gewässerbeeinträchtigung durch die Teergrube, die im Altlastenkataster des Kantons Thurgau erfasst ist, wird nun erneut durch Anlaysen von Bodenproben, die mittels Tauchgängen beschafft wurden, abgeklärt. Müsste eine Sanierung vorgenommen werden, so wäre die Stadt St.Gallen als ehemalige Betreiberin des Gaswerks Rietli zahlungspflichtig. Ob die Teerablagerungen entsorgt werden müssen, ist allerdings noch nicht klar. Dies nicht nur wegen der hohen Kosten. Bei einer Hebung der Teer-Abfälle, sei nicht auszuschliessen, dass der mineralölhaltige Seegrund aufgewühlt und so erst recht Dämpfe freigesetzt würden, die das Wasser verunreinigten. Deshalb sei es eventuell besser, den Teer auf dem Seegrund zu be- lassen, erklärte Daniel Müller vom thurgauischen Amt für Umwelt der Presse. Eines ist sicher: Wären Exponenten der Sportschiffahrt für eine derartige Altlast verantwortlich, würden die zuständigen Behörden wohl kaum so pragmatisch reagieren. |
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Das
Allerletzte: Verwirrung bei Weinsorte
Freizeitkapitäne, die - «ausser Dienst» - dem massvollen Genuss von Rebensäften aus den seenahen Weinbergen nicht ablehnend gegenüber stehen, wissen um die Begriffsverwirrung: Der süffige Weisse, der an der Goldküste bei Meersburg reift, stammt aus derselben Traubensorte, der in den thurgauischen Rebgärten entlang des Untersees gedeiht. Nur heissen die Weine an- ders. Was sich am deutschen Obersee Müller-Thurgau nennt, heisst am thurgauischen Unter- see Riesling X Sylvaner. Das die Schweizer ihren Wein so nennen scheint grotesk, den immer- hin wuchs ihr Schweizer Erfinder, eben Dr. Hermann Müller im thurgauischen Tägerwilen auf. Vor dem Geburtshaus steht noch heute seine Büste. Eigentlich wollte der bekannte Wein- wissenschaftler seine Kreuzung «Müllerrebe» nennen, doch dieser Name war in Deutschland schon vergeben. So liess der Müller aus dem Thurgau seine Sorte eben als Müller-Thurgau eintragen. In seiner Heimat aber, wie gesagt, hiess der Wein bis anhin Riesling X Sylvaner. Jetzt aber, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass dieser Riesling X Sylvaner in Tat und Wahrheit ein Riesling X Chasselas (Gutedel) ist. Also muss ein neuer Name her. Die Thurgauer Winzer handelten schnell und tauften ihren Wein nach deutschem Vorbild endlich in Müller- Thurgau um. Doch das passt nun den Winzern aus den anderen Ostschweizer Kantonen nicht. Die Zürcher und Schaffhauser wollen nicht das Wort «Thurgau» auf ihrem Etikett. Gut möglich, dass es mit der Begriffsverwirrung doch noch nicht zuende ist... |
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