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| Dampf-Renaissance | ||
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Dank technologischer Verbesserungen könnte der Dampfantrieb im Eisenbahnverkehr wieder an Bedeutung gewinnen. Während auf den Bahnlinien am See diese Dampfloks der neuen Generation bald zu sehen sein werden, so ist die Renaissance dieser Antriebs- art für die Schiffahrt auf dem Bodensee nur von geringer Bedeutung: Denn seit Jahren stagniert die Zahl der Dampfboote bei weniger als einem Dutzend. In den 50er Jahren begann auf den nicht-elektrifizierten Bahnstrecken die grosse Umstellung von Dampf- auf Dieseltraktion, weil diese neue Antriebsart leichter, schneller, bedienungsfreundlicher und somit wirtschaftlicher war. Das stundenlange Vorheizen fiel weg, den Heizer brauchte man nicht mehr. Entlang der Strecke gab es keine Brandgefahr mehr durch Funkenflug. Die Luftbe- lastung durch Kohlenstaub hörte auf. Ingenieure der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik(SLM) in Winterthur sind jedoch heute auf dem besten Weg, die Dampflok wieder konkurrenzfähig zu machen. Kessel und Lei- tungen werden mit modernsten Materialien isoliert, und statt Kohle wird leichtes Heizöl verfeuert. Das morgendliche Ritual des Aufheizens reduziert sich dadurch auf blosse 15 Minuten. Schwere Gussteile werden durch leichtere, geschweisste Komponenten ersetzt, Gleitlager durch Rollen- lager. Summa summarum sind die neuen Dampfloks etwa ein Viertel leichter, ein Drittel stärker und brauchen 40 Prozent weniger Brennstoff als die vorherige Generation. Sie liegen in der glei- chen Preisklasse wie Dieselloks, sind jedoch technisch weniger anspruchsvoll in der Wartung und haben eine markant längere Lebensdauer. Trotz diesen enormen Verbesserungen wird selbst die neue Dampflok etwas mehr Brennstoff schlucken als eine Diesellok. Hingegen wird dieser Mehrverbrauch durch ein viel besseres Ab- gasverhalten aufgewogen, denn bei der externen Verbrennung im Kessel der Dampflok entsteht nur etwa ein Fünftel der Schadstoffe wie in der internen Verbrennung eines Dieselmotors ähn- licher Leistung. Eine auf den neuesten Stand gebrachte Dampflok (Baujahr 1942) wird nächstens dem Orient Express auf seinen Nostalgie-Rundfahrten - häufig entlang dem Bodensee - vorgespannt sein. |
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Skipper mit Weitblick +
Auch als langjähriger Präsident und Ehrenpräsident des Internationalen-Bodensee-Motorboot- Verbandes setzte Heinz Niggemeyer unverrückbare Zeichen. Dabei führte er das Ruder des Club- und Verbandsschiffes zu Zeiten jener ideologisch schweren See, die gerade während seiner Amtszeit hohe Wellen schlug. Trotzdem gelang es ihm Akzente zu setzen, die ihm von allen Seiten Respekt eintrugen. Der von ihm geprägte und persönlich vorpraktizierte Grundsatz «Ordnung in Freiheit» wird auch künftig das zentrale Motto des IBMV und des organisierten Wassersports auf dem Bodensee überhaupt bleiben. Das Gleiche gilt für sein Anliegen, Menschen rund um den See zusammenzuführen und Freundschaften über die Staatsgrenzen hinweg zu pflegen. |
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