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Februar 1999

 

 

Seetankstelle in Fussach:

Positives Ende eines 11jährigen Tauziehens

Hafen Fussach Was lange währt, wird endlich gut - die Einigung zwischen der Republik Österreich und dem Motorboot-Sportverein Rheindelta über den Pachtvertrag betreffend der Hafenanlage Fussach macht diesem Sprichwort alle Ehre. Der Zusatzvertrag ermöglicht nun den Bau einer modernen Bootstank-stelle mit Kraftstoffbehältern, die total 36’000 Liter fassen. Auch eine Entsorgungs- anlage, die Aufstockung des Clubhauses und die Sicherung von Ankerplätzen für Gäste ist gewährleistet. Mit diesen Optionen ist die Zukunft des Clubs langfristig gewährleistet. Trotz der Pachterhöhung sollen die Gebühren künftig nicht wesentlich ansteigen. Mit dieser Einigung findet ein elfjähriges Tauziehen über die Zukunft der Hafenanlage ein Ende. Der Motorbootverein hatte das betreffende Hafengelände 1965 von der Republik Oesterreich gepachtet. In Tausenden von Freizeitstunden bauten die Vereinsmitglieder «ihre Hafenanlage» zu einer der schönsten am Bodensee aus. In den folgenden Jahren gab es laufend Pachterhöhungen. Im Dezember 1987 schliesslich schickte das Landeswasserbauamt die Kündigung. Es drohte das Aus für diese selbsterrichtete Anlage, sofern man nicht 300’000 Schilling Pacht zu zahlen bereit war. Noch störender war aber eine Befristung des Pachtverhältnisses auf 10 Jahre. Nach ergebnislosen Verhandlungen beschäftigte der Fall die Gerichte und durch parlamentarische Anfragen auch die Politiker. Die nun, nach elf langen Jahren zustandegekommene Einigung muss wohl als Resul- tat des «sanften Druckes» durch das laufende Gerichtsverfahren gesehen werden, bei dem die Motorboot-Sportler aufgrund der ursprünglichen Vertragsverfassung weitaus bessere Karten hatten. Zur Einigung beigetragen hat Landesrat Ing. Erich Schwärzler, der in Wien nicht locker liess. Nach der Zustimmung des Landwirtschaftsministeriums ermöglichte er auch die entschei- dende Aussprache zwischen MSVRh-Präsident Josef Schweninger und dem leitenden Beamten der Finanzprokurator Dr. Kurt Klima. Der so geschlossene Vertrag, beschneidet die Rechte der Wassersportler nicht und sorgt für ein und allemal Klarheit auf beiden Seiten. Mit dem Umbau der Seetankstelle soll es nun zügig vorangehen.

     
 

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