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Was lange währt, wird
endlich gut - die Einigung zwischen der Republik Österreich
und dem Motorboot-Sportverein Rheindelta über den Pachtvertrag
betreffend der Hafenanlage Fussach macht diesem Sprichwort alle
Ehre. Der Zusatzvertrag ermöglicht nun den Bau einer modernen
Bootstank-stelle mit Kraftstoffbehältern, die total 36000
Liter fassen. Auch eine Entsorgungs- anlage, die Aufstockung
des Clubhauses und die Sicherung von Ankerplätzen für
Gäste ist gewährleistet. Mit diesen Optionen ist die
Zukunft des Clubs langfristig gewährleistet. Trotz der Pachterhöhung
sollen die Gebühren künftig nicht wesentlich ansteigen.
Mit dieser Einigung findet ein elfjähriges Tauziehen über
die Zukunft der Hafenanlage ein Ende. Der Motorbootverein hatte
das betreffende Hafengelände 1965 von der Republik Oesterreich
gepachtet. In Tausenden von Freizeitstunden bauten die Vereinsmitglieder
«ihre Hafenanlage» zu einer der schönsten am
Bodensee aus. In den folgenden Jahren gab es laufend Pachterhöhungen.
Im Dezember 1987 schliesslich schickte das Landeswasserbauamt
die Kündigung. Es drohte das Aus für diese selbsterrichtete
Anlage, sofern man nicht 300000 Schilling Pacht zu zahlen
bereit war. Noch störender war aber eine Befristung des
Pachtverhältnisses auf 10 Jahre. Nach ergebnislosen Verhandlungen
beschäftigte der Fall die Gerichte und durch parlamentarische
Anfragen auch die Politiker. Die nun, nach elf langen Jahren
zustandegekommene Einigung muss wohl als Resul- tat des «sanften
Druckes» durch das laufende Gerichtsverfahren gesehen werden,
bei dem die Motorboot-Sportler aufgrund der ursprünglichen
Vertragsverfassung weitaus bessere Karten hatten. Zur Einigung
beigetragen hat Landesrat Ing. Erich Schwärzler, der in
Wien nicht locker liess. Nach der Zustimmung des Landwirtschaftsministeriums
ermöglichte er auch die entschei- dende Aussprache zwischen
MSVRh-Präsident Josef Schweninger und dem leitenden Beamten
der Finanzprokurator Dr. Kurt Klima. Der so geschlossene Vertrag,
beschneidet die Rechte der Wassersportler nicht und sorgt für
ein und allemal Klarheit auf beiden Seiten. Mit dem Umbau der
Seetankstelle soll es nun zügig vorangehen.
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