![]()
Informationen nicht nur für Insider vom IBMV, Internationaler Bodensee-Motorboot-Veband, Deutschland, Schweiz, Österreich
Dezember 1998
![]()
Thurgauer Wassernutzungsgesetz:
Breite Ablehnung
Nicht nur Wassersporttreibende lehnen den überarbeiteten Entwurf für ein Wassernutzungs- gesetz im Kanton Thurgau ab. Es gehe hier eindeutig um versteckte Steuereinnahmen für den Kanton. Zudem werde der Grundsatz des Verursacherprinzips missachtet, brachte etwa der Kreuzlinger Stadtrat Felix Anderes die Kritik an diesem fragwürdigen Gesetzesentwurf auf den Punkt. Grundsätzlich ablehnend äusserte sich auch Martin Rüthemann im Namen des Verbandes Thurgauischer Gemeindeammänner(VTG). «Wir bekämpfen die einschneidenden Massnahmen zu Lasten der Gemeinden und werden den Antrag auf Nichteintreten, sprich Streichung der Gebührenordnung stellen» sagte Rüthemann und wies auf weitere Negativ- aspekte eines Wassernutzungsgesetzes in der jetzigen Form hin: Den Eingriff in die Gemeinde- autonomie, die fehlende Legitimation für die Ehebung von Quellwassergebühren, die fehlende unabhängige Instanz zur Beurteilung von Streitfällen, die fehlende Abgeltung der gemeinwirt- schaftlichen Leistung. Zudem kenne keiner der anderen Bodensee-Anrainerstaaten ein ver- gleichbares Nutzungsgesetz. Auch das Thurgauer Gewerbe lehnt das neue Gesetz ab, welches ebenso eine Konzessions-, bzw. Bewilligungspflicht für alle Wassernutzungen vorsieht, wie auch eine jährliche Gebührenablieferung an den Kanton für die Nutzung von Trinkwasser sowie für alle Bauten im Hochwasserprofil. Davon wären unter anderem auch Häfen, Molen, Stege, Brücken sowie Leitungen zur Wasserentnahme betroffen. Angesichts dieser breiten Ablehnung dürfte das - zugegebenermassen raffinierte - Vorhaben des Kantons, aus Wasser möglichst viel Geld zu machen, kaum aufgehen.
Beeindruckende Bilanz
Der Chef des Seedienstes, Rolf Walker(DSMC/MCK), legte an der GV des IBMV beein- druckende Zahlen über den freiwilligen Seedienst 1998 vor. In seinem Seedienstbericht machte er vor allem auf die verschiedenen, immer wieder festzustellenden Verstösse gegen die BSO aufmerksam, sowie auf die «neuralgischen Zonen» wie den Konstanzer Trichter, den Seerhein sowie den Abschnitt zwischen Stein am Rhein und Schaffhausen. Es gelte deshalb weiterhin die Losung: «Präsenz ist gefragt, gesehen werden das Motto», betonte Walker. An den ins- gesamt 391 Seedienst-Einsätzen (1997 waren es deren 363) beteiligten sich 713 Personen. Auch die Zahl der geleisteten Seedienststunden stieg von 4157 im Vorjahr auf 4735. Dies ergibt eine durchschnittliche Einsatzzeit pro Person von 6 2/3 Stunden. Der Seedienst wird im kommenden Jahr vom 15. Mai bis zum 5. September gefahren.
Der Auszug aus den Ranglisten, in denen für das Jahr 1998 total 24 Clubs gewertet wurden.
IBMV Seedienst-Pokal 1998 1. SMYH 19.16 Punkte 2. YCHo 12.81 3. YCFl 12.21 4. KSV 8.38 5. MSCU 8.21 6. YCIR 7.87 7. EBC 7.62 8. YCH-U 5.62IBMV Seedienst-Sonderprämie 1998 1. SMYH 460 Std 24 Boote/Club 2. DSMC 452 91 3. YCHo 410 32 4. MBSVRh 366 101 5. MBC 292 63 6. SBM 266 145 7. YCFl 232 19 8. MCK 228 118vorherige Seite Inhalt