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Informationen nicht nur für Insider
vom IBMV, Internationaler Bodensee-Motorboot-Verband,
Deutschland, Schweiz, ÖsterreichDezember 1998
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Generalversammlung des Internationalen Bodensee-Motorboot-Verbandes (IBMV):
Von politischen Wogen und juristischem Gewell
Die Situation beim motorisierten Wassersport auf dem Bodensee gleiche einer mässig bewegten See, hielt IBMV- Präsident Hans Joachim Kurz am Anfang seines Jahresberichtes fest und spielte damit auf jene Wogen an, die ausgelöst von Gesetzgebung, Politik, Behörden und Rechtssprechung den Wassersportlern immer wieder zu schaffen machen.
Der leider negative Ausgang im Urteil des deutschen Bundesverwaltungsgerichts in Sachen Normenkontrollklage gegen die Liegeplatzbeschränkung für Motorboote im Hafen der Gemeinde Reichenau markiert dabei ein besonderes Wellental. Der IBMV erachtet diesen Beschluss nach wie vor als falsch.
Der IBMV wird und kann - dank gut gepolsterter Kasse - weiterhin all jene Aktivitäten und PR- Aktionen fördern, die zu einer sachlichen und vernünftigen Politik im Bereich der Freizeitschiff- fahrt beitragen. So hilft der IBMV beispielsweise im Thurgau der Gruppe «Freizeit und Natur», die das geplante Wassernutzungsgesetz mit seinen deftigen Nutzungsgebühren für Boots- Liegeplatzinhaber bekämpft. Unterstützt wird im weiteren auch die ausgezeichnete Arbeit der IWGB, die Dachorganisation aller Wassersportverbände am Bodensee.
Zu einer vermehrt sachbezogenen und weniger polemischen Diskussion rief Hans Joachim Kurz den Bodenseerat auf, welcher der Inter-nationalen Bodensee-konferenz (IBK) kürzlich empfahl, «ein Wasserschutzprogramm zu beschliessen, mit dem Ziel, die Zahl derjenigen Motorboote schrittweise zu redu- zieren, die den See als Gesamtökosystem durch die Art ihrer Nutzung unverhältnismässig belasten». Diese Empfehlung, so betonte IBMV-Präsident Kurz, entbehre jeglicher Grundlage. Die Verweigerungshaltung der Naturschützer gegen den Wassersportplan des Landes Baden- Würtemberg entspringt dagegen laut Kurz eher der Angst vor einer verbindlichen Festlegung auf bestehende Schutzgebiete. Dies würde die bisher praktizierte Salamitaktik der Naturschützer, die mit immer neuen Forderungen ihr Ziel zu errreichen versuchen, erschweren.
Gute Oeffentlichkeitsarbeit leistete der IBMV auch dieses Jahr wieder mit seinem länder- und vereinsübergreifenden Seedienst. Dieser existiert nun bereits schon seit 25 Jahren und ist zu einem kaum mehr wegzudenkenden Sicherheitsfaktor für die Sportschiffahrt auf dem Bodensee geworden. (Die Bilanz des Seedienstes im Jahr 1998 finden Sie auf Seite 3.) Damit, so betonte Hans Joachim Kurz, entspreche der Seedienst auf mustergültige Weise dem Grundanspruch des IBMV, die wasser- sporttreibenden Menschen rund um den See zusammenzuführen.
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